Donnerstag, 24. August 2017
   
Textgröße

Die Eingangsbereiche der Typschiffe

Zwei kräftige Schiebetüren in der Schiffsmitte und zwei Pforten auf dem Achterdeck: Die Typschiffe waren für einen schnellen Fahrgastwechsel gerüstet und konnten pro Minute deutlich mehr Passagiere aufnehmen, als die heute eingesetzten HADAG-Fähren.

Kirchdorf 14 Alle Typschiffe hatten auf der Steuerbord-, sowie auf der Backbordseite jeweils zwei Eingangstüren. Eine Tür Mittschiffs, die andere am Heck. Die Haupteingänge in der Schiffsmitte waren mit einer seitlichen Schiebetür ausgestattet. Um einen zuverlässigen Betrieb zu garantieren, war die obere Führungsschiene der Türen besonders stark ausgeprägt. Man sah bei den Typschiffen deutlich den (abgerundeten) Kasten über und hinter den Schiebetüren. Im hinteren Bereich des Kastens waren zwei Deckel angebracht, die mit Gummidichtungen eingefasst waren Auf den ersten Blick sahen sie aus, wie zwei kleine Fenster, die mit Farbe übermalt waren. Dabei handelte es sich um Inspektionsklappen, um – bei Bedarf – an den hinteren Teil der Führungsschiene zu kommen.

Auf dem offenen Achterdeck gab es keine Schiebetüren an den Eingängen, sondern nur normale Klapp-Pforten.

Sicher an Bord gelangen: Mit den Stegs war es möglich

Zum Ein- und Aussteigen hatte jedes Schiff ein- bis zwei „Stegs“ an Bord. Dabei handelte es sich um einfache, ca. zwei Meter lange Holzplattformen auf kleinen Gummirädern, die an zwei Seiten mit einem Geländer ausgestattet waren. Inzwischen sind diese Stegs aus Aluminium. Beim Festmachen am Ponton wurde das Steg vom Decksmann aus dem Schiff herausgezogen und stellten somit eine sichere (aber oft auch wackelige) Verbindung zum Ponton her.

Kirchdorf am 24-10-2008 10 Im täglichen Linienverkehr innerhalb des Hafengebietes wurde meist aus Zeitgründen auf die Stegs verzichtet und die Passagiere mussten mit einem großen Schritt direkt vom Schiff auf den Ponton überspringen.  Das war möglich, weil die HADAG-Pontons im Hafengebiet genau die passende Höhe für die Eingänge der Typschiffe hatten.
An den Landungsbrücken (ab Brücke 2 elbabwärts) und auf der Unterelbe waren die meisten Pontons dagegen deutlich höher, wodurch der Einsatz von Stegs zwingend vorgeschrieben war und von den damaligen Ponton-Aufsehern auch streng überwacht wurde.
Nachdem die Ponton-Vizen in den 80er Jahren nach und nach eingespart wurden und es keine Kontrollen mehr gab, wurden am (niedrigen) Anleger von Wittenbergen auch oft "fliegende" Anlegemanöver beobachtet, bei denen gelegentlich auf Stegs verzichtet wurde.

Kaum genutzt: Die Heckpforte auf dem Oberdeck

Außerdem verfügten die Typschiffe noch über eine weitere Eingangspforte - am Heck im Oberdeck. Diese hatten im normalen Betrieb allerdings keinen Nutzen. Sie waren für den Fall gedacht, dass die Schiffe an hohen Kaimauern anlegen mussten, so dass ein Zugung durch das Hauptdeck nicht möglich war. In diesem Fall sind die Schiffe über das Oberdeck zugänglich gewesen.
Diese Fälle traten aber nur selten ein, da im Hamburger Gebiet überall Pontons lagen. Es konnte aber vorkommen, dass die Schiffe anderswo (z. B. Cuxhaven) Station machten. In diesen seltenen Fällen wurde dann ein Steg auf dem Oberdeck mitgeführt.

User Login

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben