Donnerstag, 17. August 2017
   
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Bauarten der Typschiffe: Typ 0, 00 & I

Wandsbek (1956) 005 im März 1989 Zum Nachkriegsneubauprogramm der HADAG gehörten auch drei sehr kleine Schiffsklassen, die hier vorgestellt werden sollen. Bei den Typen 00 und 0 war die Werft Pohl und Jozwiak für die Konstruktion zuständig, beim Typ I war es die Werft J. Oelkers.
Die "kleinen Typschiffe" wurden auf Fährlinien im Hafen eingesetzt, auf denen die größeren Typschiffe nicht fahren konnten - z.B. in kleinen Elbfleeten mit niedrigen Brücken.

Klicken Sie sich hier durch die verschiedenen Typen:


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Baujahr
1952 bis 1956
Bauwerften J. Oelkers ("Kattwiek")
OEW ("Wilhelmsburg", "Farmsen")
Norderwerft (Waltershof", "Wandsbek")
Wolkau ("Wettern")
Baumaterial Stahl/Rundspant genietet
Länge über Alles
21,10 m
Länge zwischen den Loten 19,50 m
Breite 5,80 m
Seitenhöhe 1,95 m
Tiefgang 1,41 m
Verdrängung 86, 5 m³
Hauptmaschine 230 PS - 860 U/min, MAN - W8V (Diesel)
Fahrgenerator 145 kW - 440 V, 800/860 U/min, SSW
Fahrmotor 180 PS -440 V, 1500 U/Min, SSW
Schraubengetriebe 1500/450 U/min, Lohmann & Stolterfoht SA 32
Propeller linksdrehend - 1,17 m (Zeise)
Geschwindigkeit 9,6 Kn
Stromversorgung 110 V Gleichstrom
Bordnetzgenerator 12/8 kW, 115 V, 2500/1560 U/Min, AEG
Hafendiesel 16 PS, 1000 U/Min, MWM KDW415Z
Hafengenerator 10kW 115 V, AEG
Passagiere 200 im Hafen ,166 bis Glückstadt

Bauplan Typ I Standard
netztypib

Bauplan Typ I "Wandsbek", "Farmsen"
netztypia

Baupläne: Sammlung Hans Quast/HADAG Archiv

Baujahr
1953 bis 1955
Bauwerften Pohl & Jozwiak ("Kehrwieder")
Wolkau ("Baumwall")
Scheel & Jöhnk Harburg ("Hafentor")
Baumaterial Stahl/Rundspant genietet
Länge über Alles
18,50 m
Länge zwischen den Loten 16,80 m
Breite 5,50 m (5,30 "Kehrwieder")
Seitenhöhe 1,95 m
Tiefgang 1,41 m
Hauptmaschine 160 PS - 800 U/min, MAN - W6V 17,5/22 A (Diesel)
Fahrgenerator 100 kW - 440 V, 800/860 U/min, AEG
Fahrmotor 120 PS -440 V, 1500 U/Min, AEG
Schraubengetriebe 1500/450 U/min, Lohmann & Stolterfoht
Propeller linksdrehend - 1,17 m (Zeise)
Geschwindigkeit 9 Kn
Stromversorgung 110 V Gleichstrom
Bordnetzgenerator 8/6 kW, 115 V, 2500/1560 U/Min, AEG
Hafendiesel 16 PS, 1000 U/Min, MWM KDW415Z
Hafengenerator 10kW 115 V, AEG
Passagiere 129 (120 "Kehrwieder" ) im Hafen ,108 bis Glückstadt

Bauplan Typ 0 "Kehrwieder"
netztyp0a

Bauplan Typ 0 "Baumwall", "Hafentor"
netztyp0b

Baupläne: Sammlung Hans Quast/HADAG Archiv
Baujahr
1956
Bauwerften Scheel & Jöhnk ("Jollenführer 1")
Kiehn ("Jollenführer 2")
Pohl & Jozwiak, Harburg ("Jollenführer 3")
Baumaterial
Stahl/Rundspant genietet
Länge über alles 17,70 m
Länge zwischen den Loten
16,10 m
Breite 4,00 m
Tiefgang max. 1,30 m
Hauptmaschine 80 PS, 535 U/Min , MAN W4V 17,5/22A
Schraube 258 U/Min
Wendegetriebe i = 2
Geschwindigkeit 8,5 kn
Passagiere 60 im Hafen und bis Glückstadt

Bauplan Typ 00
netztyp00

Baupläne: Sammlung Hans Quast/HADAG Archiv
Das Typschiff I ist das klassische „Reiherstiegschiff“, diese Schiffe wurden außerhalb der Pendlerzeiten auch auf anderen Hafenfährlinien, z. B. der Fähre 7 eingesetzt.
Für die längeren Strecken nach Altenwerder-Harburg bzw. Finkenwerder waren sie zu langsam und ein wenig zu klein. Die Passagierkapazität betrug 200 Personen. Trotz dieser überschaubaren Größe erforderten die Schiffe dieses Typs bis zum Schluss zwei Mann Besatzung, ursprünglich waren es teilweise sogar drei. Da sie weder ein Querstrahlruder noch andere Manövrier- oder Festmacherhilfen hatten, konnte auf einen Decksmann nicht verzichtet werden.
des_whb
1953-56 wurden sechs Schiffe in zwei Versionen gebaut. Die obere Abbildung zeigt den Grundtyp, zu dem „Kattwiek“, "Wilhelmsburg" (Bild), „Waltershof“ und „Wettern“ gehören.
des_farmsen
„Wandsbek“ und Farmsen“ hatten achtern ein kleines Freideck ("Cockpit").

des_wandsbek
Nachdem die Fahrten auf der Reiherstieglinie eingestellt wurden, befuhren die letzten Vertreter der Plätteisen vorwiegend die Linien ab Sandtorhöft und die Fähre 7.

Die "Farmsen" wurde 1980 verkauft und zur Betriebsbarkasse der Flugzeugwerke MBB. Sie lag fortan an deren Betriebsponton und pendelte von dort über 10 Jahre nach Teufelsbrück. Äußerlich glich sie der oben abgebildeten "Wandsbek", allerdings ohne den Schornstein, dafür im damals ungewohnten Blau gestrichen.

Die "Wilhelmsburg" liegt in Berlin, äußerlich fast unverändert, aber schwer von Rost und Untätigkeit gezeichnet. Nachdem sie bei der Hadag aus dem Dienst geschieden war, ging es zunächst an die Ostsee (Flensburg und Lübeck), allerdings ohne rechten Erfolg.

Die "Wandsbek" wurde sogar als Ersatzschiff für die legendäre Partyfahrt genutzt, als der vorgesehene 400er wegen technischer Probleme ausfiel. Sie bekam zudem einen Schornstein im damals üblichen Seebäderlook der Hadag und der mittlere Einstieg wurde geschlossen. Die „Wandsbek“ blieb am längsten in HADAG-Diensten und wurde 1978 für 100.000 DM für die Kanalfahrt nach Lüneburg umgebaut (u. a. neue Bestuhlung und Einbau einer Schänke).

Bilder verändert nach die "Grüne Flotte" von Jan Mordhorst (Schümann Verlag)
Die beiden Schiffsklassen 0 und I können als eine Einheit gesehen werden. Viele Komponenten sind wie bei den großen Typschiffen vereinheitlicht, so z. B. das Design des Ruderhauses, die Rumpfform, die technische Ausstattung. Allerdings sind die Schiffe des Typ I etwas größer und daher besitzt z. B. die Antriebsmaschine zwei Zylinder mehr, um mehr Leistung zu erbringen. Vorbild für diese Schiffsklassen ist der Vorkriegsdampfer „Alfred Brandt“, der hauptsächlich die Reiherstieglinie befuhr. Da sie brückengängig sein mussten, waren sie sehr flach gebaut – was ihnen den Spitznamen „Plätteisen“ einbrachte.

Die Schiffe vom Typ 0 wurden für passagierärmere Hafenfährdienste gebaut. Insbesondere die kurzen Linien nach den oberen Häfen bzw. zu den unteren Häfen wurden bedient. Diese Schiffe konnten 130 Personen befördern.
kl_0reihersteig
1953-55 wurden drei Schiffe dieses Typs gebaut. „Kehrwieder“, „Baumwall“ und "Hafentor“ Es gab zwei Varianten dieses Typs, die „Kehrwieder“ mit kleiner Kajüte auf dem Achterschiff (siehe oben).
des_typ0
„Baumwall“, hier der Zustand 1970, und "Hafentor“ hatten geschlossene Aufbauten.
Bilder verändert nach die "Grüne Flotte" von Jan Mordhorst (Schümann Verlag)

Die Barkassen des Typs 00 wurden, ihre ursprünglichen Namen verraten es schon, zunächst im Liniendienst als Jollenführer eingesetzt. D. h., sie beförderten Besatzungsmitglieder von Seeschiffen, die an Pfählen in der Strommitte bzw. in der Mitte von Hafenbecken festgemacht hatten. Dieser Dienst wurde nach einem festen Linienplan zunächst 24 Stunden am Tag durchgeführt, später aber immer weiter ausgedünnt, weil immer weniger Schiffe an Pfählen (Duckdalben) lagen. So wurden die drei Jollen frei für andere Verkehre, insbesondere für die Linien nach den oberen Häfen - und folgerichtig büßten sie ihre ursprünglichen Namen ein.

Im Gegensatz zu den anderen ursprünglichen Typschiffen hatten die Schiffe vom Typ 00 einen direkten Dieselantrieb. Die Passagierkapazität betrug 60 Personen. Die drei Jollen wiederum können in ihrem Grundbauplan als Muster für die später gebauten Ein-Mann-Fähren "Scharhörn" und "Neuwerk" gelten, ebenso für die ersten vier in den 90er-Jahren gebauten Ein-Mann-Fähren ("Finkenwerder"-Klasse), obwohl sie zuerst nicht im Einmannbetrieb unterwegs waren.
kl_00standard
1956/57 wurden drei Schiffe „Jollenführer 1“, „2“ und „3“ gebaut.


kl_00huckebein
"Hans Huckebein" ex "Jollenführer 1"

kl_00borchert
„Jollenführer 3“ wurde zur „Wolfgang Borchert“ umgebaut.
Bilder verändert nach die "Grüne Flotte" von Jan Mordhorst (Schümann Verlag)

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