Freitag, 20. Oktober 2017
   
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Bauarten der Typschiffe: Typ III

Marvila - ex Volksdorf -  am 2-11-2008 in Lissabon 9 Die Schiffe der "Typ III-Serie" waren die größten Typschiffe. Sie hatten ein Fassungsvermögen von bis zu 607 Passagieren, daher wurden diese Schiffe HADAG-intern "600er" genannt.
Auch in dieser Typschiff-Serie gab es mehrere Varianten. Typisch für die Schiffe dieser Serie war zunächst das lange, geschlossene Oberdeck. Es sollte im Hafenfährverkehr möglichst vielen Passagieren Schutz vor Wind und Wetter bieten. Bei den sommerlichen Ausflugsfahrten auf der Unterelbe war das geschlossene Oberdeck dagegen eher ein Hindernis, weshalb dort zunächst meist "Typ II-Schiffe" mit halboffenem Deck zum Einsatz kamen.

Klicken Sie sich hier durch die verschiedenen Bauvarianten:

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Baujahr
1952 bis 1962
Bauwerften H. C. Stülcken Sohn ("Finkenwerder", "Bergedorf", "St. Pauli")
Johann Oelkers Schiffswerft ("Altona", "Jungfernstieg", "Grosser Michel", "Volksdorf", "Alsterdorf", "Niendorf")
Norderwerft ("Eppendorf")
Scheel & Jöhnk Harburg ("Sülldorf")
Hanseatische Werft ("Wohldorf", "Pöseldorf")
J.J. Sietas Werft ("Meiendorf", "Tonndorf", "Kirchdorf")
Baumaterial Stahl/Rundspant genietet
Konstruktionsverdrängung 255m3
Länge 30,10 m
Breite 7,50 m (7,20 m, "Finkenwerder")
Tiefgang 3,18 m
Hauptmaschine 380 PS / 280kW - 500 U/min, Deutz R6VM536 (Diesel)
370 PS, MS301E MaK (Diesel) ("Meiendorf"/"Tonndorf")
Fahrgenerator

325 PS/ 240 kW - 400 V, 500 U/min, AEG (Wohldorf Siemens)

Fahrmotor

300 PS / 221 kW -380 V, 1250 U/Min, AEG (Wohldorf Siemens)

Schraubengetriebe 1250/180 U/Min,Wülfel/Tacke/Reintjes
750/187,5 U/Min,Lohmann und Stolterfoht*
*Die letztgebauten Schiffe "Eppendorf", "Meiendorf", "Tonndorf", "Kirchdorf" verfügen über einen direkten Diesel-Antrieb
Propeller linksdrehend - 2,15 m
Geschwindigkeit 11 - 12 kn, je nach Motorisierung, Trim etc.
Stromversorgung 110 V Gleichstrom
Bordnetzgenerator 20/15 kW, 115 V, 1800/1190 U/Min, AEG
Hafendiesel 16 PS, 1000 U/Min, MWM KDW415Z
Hafengenerator 10kW 115 V, AEG
Passagiere 607 im Hafen, 489 bis Glückstadt ,367 bis Cuxhaven

Bauplan Typ III b

Bauplan St Pauli Seitenriss klein
Bauplan St Pauli Unterdeck klein
Bauplan St Pauli Hauptdeck klein
Bauplan St Pauli Oberdeck klein

In den Jahren 1959 bis 1962 wurden von diesem Typ acht Schiffe gebaut:
"Sülldorf" (später: "St. Pauli"), "Niendorf", "Wohldorf", "Pöseldorf", "Eppendorf", Meiendorf", "Tonndorf" und "Kirchdorf".

Ende der 50er Jahre gab die HADAG die letzte Typschiff-Serie in Auftrag: den "Typ III c".
Dieser war eine Kombination aus "Typ II" und "Typ III-Schiffen". Die Neuheit war, dass diese acht Schiffe ein abnehmbares Dach erhalten hatten (auf dem Bild sieht man gut den Übergang zwischen festem und abnehmbaren Aluminium-Dach - hinter dem vierten Fenster). Mit dieser Lösung konnte man bei Niederelbefahrten an sonnigen Tagen viele Außenplätze anbieten. Im Winter hatte dagegen jeder Fahrgast ein Dach über dem Kopf.

Bei Indienststellung dieser Schiffe wurde diese Konstuktion als "Wasser-Kabriolett" vermarktet. Leider erwies sich diese Lösung langfristig als Flop, da sich die abnehmbaren Alu-Dächer im Sommerquartier an Land stark verzogen und nur mit viel Mühe am Schiff anzubringen waren.


Das erste Bild unten zeigt die "Wohldorf": Charakteristisch das aufgesetzte Dach mit dem runden Türbogen.

wohldorf_typ_iiic

Typ IIIc "Sülldorf" nach dem Umbau zum Veranstaltungsschiff "St. Pauli" (II)
des_st.pauli_ii

Typ IIIc "Pöseldorf" mit dem verlängertem Oberdeckssalon
poeseldorf

Typ IIIc "Niendorf": Ohne das abnehmbare Dach - diesem Aussehen entspricht auch die "Kirchdorf", die als zuletzt gebautes Schiff noch immer im Einsatz der HADAG ist.
des_niendorf

Bilder verändert nach die "Grüne Flotte" von Jan Mordhorst (Schümann Verlag)

 

In den Jahren 1953 bis 1958 wurden von diesem Typ sieben Schiffe gebaut:
"Altona", "St. Pauli", "Jungfernstieg", "Bergedorf", "Großer Michel" (später: "Moorburg"), "Volksdorf" und "Alsterdorf".

Auffällig im Vergleich zur "Finkenwerder" (Grundtyp III), ist bei diesem Typ das optimierte, und weniger massive Dach des Oberdecks.
Im Laufe der Jahre sind alle Schiffe dieser Serie umgebaut worden. Sie erhielten z. B. eine große Luke im Dach des Oberdecks.
Dieses aus drei Sektionen bestehende Schiebedach wurde oft bei Niederelbefahrten manuell geöffnet.

Nur die "Volksdorf" (erstes Bild unten) blieb als einziges Schiff der Serie dauerhaft im Bauzustand und fährt heute noch so als "Marvila" in Portugal.
volksdorf_typ_iiib

Typ IIIb "Altona", mit vergrößertem Freideck und Schiebedach
altona_typ_iiib

Typ IIIb "Jungfernstieg", zu erkennen an der anderen Radarposition und den ursprünglichen Fenstern
jungfernstieg_typ_iiib

Typ IIIb "Alsterdorf", Umbau des Oberdecks, Hauptdeck unverändert; größere Tische, damit weniger Sitzplätze - aber bessere Eignung für Gästefahrten; große Küche im Unterdeck (Vorschiff) anstelle des Mannschaftslogis; Speisenaufzug von Kombüse zum vorderen Salon.
des_alsterdorf_1

Bilder verändert nach die "Grüne Flotte" von Jan Mordhorst (Schümann Verlag)

 

Im Jahr 1952 wurde von diesem Typ ein Schiff gebaut:
"Finkenwerder"

Die "Finkenwerder" war das erste Typschiff, sozusagen der Prototyp. Es zeigte sich jedoch schnell, dass dieses Schiff ein ungünstiges Verhältnis zwischen Breite und Schwerpunkt hatte, der wegen der schweren Aufbauten sehr hoch lag. Die "Finkenwerder" krängte daher sehr stark. Deswegen wurde der Grundtyp "III" nicht noch einmal in Auftrag gegeben und die optimierte Version dann Typ "III b" genannt.
des_finkenwerder
Bilder verändert nach die "Grüne Flotte" von Jan Mordhorst (Schümann Verlag)

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