Samstag, 27. Mai 2017
   
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Lebenslauf Altona

Die "Altona" begann vor allem nach ihrer aktiven HADAG-Zeit ein wildes Leben: Erst sorgte sie für Streit mit den dänischen Behörden, dümpelte dann als "Blümchendampfer" über die Ostsee und verschwand letztendlich in Richtung Zypern.

Alle Daten im Kurzüberblick:

Schiffstyp Typ III b
12.06.1953 Stapellauf
04.09.1953 Ablieferung
01.04.1979 Verchartert an Förde-Reederei GmbH, Flensburg
00.00.1979 kurzzeitiger Einsatz zwischen Flensburg und Kollund, danach im Linienverkehr nach Glücksburg und zu Kurzfahrten
00.00.1980 Umbenannt in "Reiher"
01.03.1980 Verkauf an Förde-Reederei GmbH, Flensburg
01.07.1986 Verkauf an HADAG, Hamburg
10.07.1986 Verkauf an E. Tietje, Hamburg
00.08.1986 Verkauft zum Einsatz in der Türkei an einen Kaufmann in Bremen
12.08.1986 ab Hamburg zur Überführung nach Bremen. In Bremerhaven Motorausbau jetzt Hauptmaschine Gardner Twin 6LXB 254 PS und Hilfsdiesel Perkins 50 kV
00.09.1986 Verkauf in die Türkei (Zypern)
00.00.1990 Neuer Eigner: Nordwoge Shipping Co. Ltd., Limassol, Zypern
00.00.1993 verkauft an E. und D. Tsakos, Yermasoyia/Limassol, Zypern. Umbenannt in LADY THETIS
00.00.2000 Auflieger im Hafen von Limassol
00.03.2010 Rückbau zum Arbeitsponton, Aufbauten abgetrennt, wurden an Land als Garage genutzt
22.02.2014
Vor Limassol als Tauchwrack versenkt, vorher komplett entkernt und Aufbauten wieder aufgesetzt

Die ausführliche Geschichte:

Der Lebenslauf zu HADAG-Zeiten ähnelt dem des Schwesterschiffs "St. Pauli", die beide als baugleich anzusehen sind. Auch die "Altona" wurden nach dem Umbau bevorzugt im Charter- und Niederelbebetrieb eingesetzt. Ausführlichere Informationen sind beim Schwesterschiff "St. Pauli" zu finden.

Ewähnenswert ist noch die Zeit, in der die "Altona" von der Förde-Reederei gechartert (später gekauft) wurde und als Butterschiff zwischen Flensburg und dem dänischen Kollund eingesetzt werden sollte.
Auf dieser Strecke kam das Schiff aber nur wenige Tage zum Einsatz. Der Grund sollen Probleme mit den dänischen Behörden gewesen sein. Offenbar akzeptierte Dänemark nur Seeschiffe mit einer Zulassung für die Auslandsfahrt. Die "Altona" war aber als Binnenschiff klassifiziert.
Nach diesem kurzen Intermezzo wurde die Fähre im Liniendienst zwischen Flensburg und Glücksburg eingesetzt und für Kurzfahrten genutzt.
Zudem wurde die Fähre in den Fahrgasträumen mit maritimen Schmuck ausgestattet und von außen teilweise mit Blumenmotiven bemalt. Offenbar wollte man die "Altona" als Partyschiff vermarkten...

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