Samstag, 25. März 2017
   
Textgröße

Lebenslauf Großer Michel

Grosser Michel 2 Die extrem stabil gebaute "Großer Michel" wurde von der HADAG gern als Eisbrecher und Ponton-Schlepper eingesetzt. Mittlerweile ist die ehemalige Fähre das luxuriöseste Typschiff aller Zeiten - mit eingebauten Hotelzimmern, Konferenzraum und Sauna.

Alle Daten im Kurzüberblick:

Schiffstyp Typ III b
21.06.1955 Stapellauf
20.12.1955 Ablieferung
21.08.1975 Umbenennung in "Moorburg"
15.11.1991 Verkauf und Übergabe an den Hamburger Kaufmann M. Doose
00.00.1992 Verkauf an 1st Congress Shipping Company GmbH, Hamburg
01.07.2007 Verkauf an Martin Doose (jun.)

Die ausführliche Geschichte:

Die "Grosser Michel" wurde 1955 von der Johann Oelkers Schiffswerft in Hamburg-Wilhelmsburg gebaut. Mit insgesamt sieben Typschiff-Bauaufträgen war die Oelkers-Werft der größte "HADAG-Lieferant".

Die "Grosser Michel" hatte einen Diesel-elektrischen Antrieb und gehörte zum Typ IIIb - der ersten richtigen Typ III-Serie nach dem Prototypen "Finkenwerder".
Stapellauf war am 21.06.1955 - kurz vor Weihnachten, am 20.12.1955 konnte die Fähre an die HADAG übergeben werden.

Neben dem Linienverkehr wurde die "Moorburg" im Winter auch gern als Eisbrecher eingesetzt. Der extrem stabile Rumpf aus 10 Milimeter dicken Stahlplatten machte es möglich.

Am 21.08.1975 wurde das Schiff von der HADAG in "Moorburg" umgetauft.

Bei einem Umbau wurde die "Moorburg" (wie fast alle Typ IIIb-Schiffe) nachträglich mit einer großen Dachluke im Oberdeck ausgestattet. Außerdem wurden noch Dachfenster jeweils über den Tischen des Oberdecks parallel zu den Seitenfenstern eingebaut. Damit war das Schiff angenehm hell an Deck.

Im Frühjahr und Herbst diente die "Moorburg" unter ihrem Stammschiffsführer Peter Pott regelmäßig als Schlepper für die HADAG-eigenen Pontons an der Unterelbe. Sie wurden aus dem Strom und ins Winterlager verholt, weil sie nicht an gerammten Pfählen lagen. Bei Eisgang wären sie sonst leicht vom Anker gegangen.

Das Schiff war immer gut daran zu erkennen, dass es achtern deutlich tiefer im Wasser lag, als die beiden unmittelbaren Schwesterschiffe "Bergedorf" und "Jungfernstieg".

1991 wurde die "Moorburg" ausgemustert und an den Kaufmann M. Doose veräußert. Übergabe war am 15.11.1991.

1992 wurde das Schiff an die Firma "1st Congress Shipping Company GmbH" verkauft. Der Besitzer ließ die "Moorburg" bis 1994 zu einem Hotel- und Restaurantschiff umbauen. Dafür wurde die ehemalige Hafenfähre komplett entkernt und Stück für Stück wieder neu aufgebaut. Die  luxuriöse Inneneinrichtung stammt vom Hamburger Inneneinrichter Frank Theuerkauf.
Unter anderem verfügt das Schiff seitdem über mehrere Kabinen mit Duschbad, Sauna und Wellnessbereich. Dazu kommen Konferenzraum, Bar und ein Restaurant mit großer Küche.
Nach dem Umbau wurde die "Moorburg" wieder in ihren ursprünglichen Namen "Grosser Michel" umbenannt.

Seit den 90er Jahren liegt das Schiff am HADAG-Anleger Sandtorhöft beim Hamburger City-Sportboothafen.

Im Jahr 2007 wurde das Schiff an Martin Doose (jun.) verkauft und es wurden erneut zahlreiche Umbauten im Innenbereich und der Technik vorgenommen. Das Schiff ist buchbar als Eventlocation in Fahrt oder festliegend.

Nach einem Werftaufenthalt im April 2008 erhielt das Schiff seinen aktuellen weiß-blauen Außenanstrich.

Zur Seite des Betreibers: www.grossermichel.de

User Login

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben