Samstag, 25. März 2017
   
Textgröße

Lebenslauf Schulau

Schulau Lola am 29.03.2009 in Cux Die "Schulau" hatte neben ihrer Aufgabe als Personenfähre noch ein Zweitleben: Sie war ein Feuerlöschboot mit Wasserkanone auf dem Oberdeck. Zu so einem Einsatz kam es allerdings nie. Inzwischen wartet der Dampfer in Cuxhaven auf einem Umbau zum Wohnschiff.

Alle Daten im Kurzüberblick:

Schiffstyp Typ II
21.12.1954 Stapellauf
16.02.1955 Ablieferung
12.05.1958 Ausrüstung als Feuerlösch-Schiff
16.03.2000 Verkauf an D.C. Köhn, Hamburg und umbenannt in "Nordfriesland"
00.00.2001 Verkauf an Lutz Wellenkamp, Hamburg. Umbenannt in "Lola". Auflieger in Wedel
00.09.2006 Auflieger in Cuxhaven

Die ausführliche Geschichte:

Die "Schulau" gehörte zur zweiten Bauserie der Typ II-Schiffe und lief am 21.12.1954 als Baunummer 814 vom Stapel der Norderwerft in Hamburg.

Am 16.02.1955 wurde die Fähre an die HADAG ausgeliefert und fuhr seitdem hauptsächlich im Hafenbereich. Ebenso wie bei der "Harburg, "Altenwerder" (I und II), "Reeperbahn" und "Vierlanden" wurde das Oberdeck nach achtern verlängert, doch blieb das Hauptdeck bei "Schulau" und "Vierlanden" unverändert. Beide Schiffe waren als Rundfahrtschiffe häufig im Einsatz als Verstärkung für die drei oben genannten Stammschiffe.

Die "Schulau" war neben ihrem Schwesterschiff "Vierlanden" das einzige Typ-II-Schiff, dass mit einer hydraulischen Ruderanlage ausgerüstet war. Im Gegensatz zu allen anderen Typschiffen, erhielten diese beiden Fähren ein Steuerrad aus Edelstahl und nicht aus Holz, wie sonst üblich. Unter den Schippern war dieser hydraulische Ruder-Antrieb nicht ganz so beliebt, da er beim Ruderlegen viel Kurbelei am Steuerrad erforderte.
Am 12.05.1958 wurde die "Schulau" zum Feuerlösch-Schiff ausgerüstet und bekam z.B. eine "Wasserkanone". Damit sollte das Schiff die Feuerwehr im Brandfall unterstützen. Zu so einem Einsatz kam es allerdings nie.

Die "Schulau" wurde bei der HADAG erst relativ spät außer Dienst gestellt, und am 16.03.2000 an D.C. Köhn verlauft. Zeitgleich folgte die Umbenennung in "Nordfriesland".

Im Jahr 2002 kaufte der Kapitän Lutz Wellenkamp das Schiff auf, benannte es in "Lola" um und verbrachte es nach Wedel in "Schnalles Hafen". Dort lagen zu dem Zeitpunkt auch die "Reeperbahn" und die "Alte-Werder" (ex "Altenwerder", ex "Steinkirchen"), die dem Hafenpächter Günter Bätjer gehören.

In den folgenden Jahren begann Lutz Wellenkamp damit, die "Lola" zu einem Wohnschiff umzubauen.

Im September 2006 verlegte der Eigentümer das Schiff nach Cuxhaven, in den neuen Fischereihafen, da das alte Domizil - Schnalles Hafen in Wedel - aufgelöst wurde.

Laut Zeitungsberichten hat der Eigner vor, das Schiff, das äußerlich noch in einem schlechten Zustand ist, nach Valencia in Spanien zu verlegen und an Bord zu leben.

 

User Login

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben